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Freiwillige Feuerwehr St. Ruprecht a.d.Raab
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Geschichte der FF
Dienstag, 25. März 2008

 Aus der Chronik unserer Feuerwehr

1889

Nach der Konstituierung des Feuerwehr-Vereines wurde zugleich in Wien eine neue Feuerwehrspritze bestellt. Zur Finanzierung wurde ein Feuerwehrkränzchen abgehalten das einen Reingewinn von 190 Gulden brachte. Es wurden auch noch viele unterstützende Mitglieder angeworben und Sammlungen durchgeführt. Die Sammlungen brachten einen Gewinn von 94 Gulden und 60 Kreuzer. Im Verein setzte eine rege Übungstätigkeit ein und es wurden viele Übungen durchgeführt. Am 22. November 1889 traf die neue Feuerwehrspritze in Gleisdorf ein. Sie wurde von den Herrn Ramminger, Schlacher, Weinhandl und Grabner am selben Tag abgeholt. Um 2 Uhr marschierte die gesamte Feuerwehr nach Wollsdorf um die Spritze in empfang zu nehmen. Kommandant Alois Baumgartner begrüßte alle mit warmen Worten und einem dreifachen ,,Gut Heil". Bei der einfahrt in St.Ruprecht erregte die neue Spritze große Aufmerksamkeit. Nachdem die Spritze im Feuerrequisitdepot untergebracht war gab es noch ein gemütliches Beisammensein im Gasthaus des Herrn Kommandanten.

1890

Die neue Spritze wurde am 20. Juli 1890 feierlich eingeweiht. Am 31. Juli 1890 kam sie erstmalig zum Einsatz. In Unterfladnitz gerieten 3 Objekte in Brand. Trotz des Einsatzes von drei Feuerwehren konnte nur das Vieh und der Hausrat gerretet werden. Die Spritze funktionierte tadellos. Am 25.9.1890 schlug der Blitz in Winterdorf beim Stadel des Herrn Schaffler ein. Der Stadel brannte komplett nieder. Die Feuerwehr wurde noch bei zwei weiteren Bränden eingesetzt. Im Jahr 1890 wurden insgesamt 40 Feuerwehrübungen abgehalten.

1890-1896

In den folgenden Jahren entwickelte sich ein reger Gedankenaustausch zwischen den Feuerwehren des Bezirkes. Es begann die Teilnahme an Leistungsbewerben und Veranstaltungen der Nachbarwehren. Auch das gesellschaftliche Leben wurde durch die Feuerwehr geprägt. Es wurden Parkfeste, Feuerwehrfeste und Feuerwehrbälle abgehalten. Die Feuerwehr nahm auch an vielen anderen Ereignissen teil. Die Ausbildung wurde jedoch nicht vernachlässigt. In der warmen Jahreszeit wurden jeden Samstag und Montag eine Feuerwehrübung abgehalten. Auch ist vermerkt das Herr Franz Pfaffenschlager vom 27.4 - 2.5.1896 die Chargenschule besucht hat. Am 10. Dezember 1896 brach um halb 2 in der Früh mitten im Ort ein Stallgebäude in Brand aus. Die angrenzende Tenne konnte gerettet werden. Offensichtlich wurde das Feuer gelegt. Trotz einer strengen Brandwache gelang es dem Brandstifter in der zweiten Nacht das Strohdach eines Wirtschaftsgebäudes in Brand zu setzen. Zum Glück konnte der gegenüber wohnende Schumacher das Feuer alleine löschen. Am 18. Dezember 1896 wurde durch Zufall der Brandstifter gefunden. Der Bäckerlehrling wurde dabei beobachtet wie er die Stube in Brand setzten wollte. Vor Gericht gestand der 14. Jährige die Taten und wurde zu 3 Jahre schwerem Kerker verurteilt.

1904-1907

Am 6.1.1904 wurde Dr. Fritz Ringel zum Feuerwehrarzt ernannt, der im Frühjahr mit den praktischen Sanitätsübungen begann. Am 4.6.1905 wurde ein Bezirksfeuerwehrtag in St. Ruprecht abgehalten an dem 168 Feuerwehrmänner teilnahmen. Am 4.9.1906 traf die neue Abprotzspritze ein. Es wurde festgelegt das alle 14 Tage eine Spritzübung und alle 3 Wochen eine Steigerübung abgehalten wird. Zudem gab es noch 3 Gesamtübungen.

1908-1914

Am 7.2.1908 wurde für die neue Spritze ein Vorderwagen um 500 Kronen angeschafft. In den folgenden Jahren wurde die Feuerwehr zu vielen Brandeinsätzen gerufen. Das Gerät funktionierte immer perfekt. Im Jahr 1913 wurde eine Benzinbetriebene Turbinenspritze T5 um 5.000 Kronen gekauft. Das wohl einschneidenste Ereignis im 1914er Jahr war als gleich 26 Kameraden zum Wehrdienst (1.Weltkrieg) geordert wurden.

1915-1918

Die Kriegsjahre stoppten die Entwicklung der Weh. Aber auch in dieser schweren Zeit wurde der Schutz vor Feuer durch die Feuerwehr St. Ruprecht gewährleistet. In diesen Jahren gab es noch einige Brandeinsätze in Wolfgruben, Kühwiesen und Fünfing.

1919-1921

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges aus dem einige Feuerwehrkameraden leider nicht mehr heimkehrten, begann sich das Leben in der Wehr wieder zu normalisieren. Die Feuerwehr nahm auch wieder an Festen und Veranstaltungen teil. Die Jahre 1920 und 1921 wurden durch viele Brände stark geprägt. Durch die Unterstützung der FF Gleisdorf und FF Albersdorf waren die Brände schnell gelöscht.

1922-1926

Am 19.3.1923 brachte ein Kirchturmbrand große Gefahr für den Markt. Aber dank der guten Ausbildung und Ausrüstung war der Brand schnell gelöscht. In diesen Jahren gab es auch einen Kommandantenwechsel.

1927-1938

Am 23.9.1927 verwüstete ein Sturm unseren Ort. Über 50 Häuser wurden schwer beschädigt. Für die Feuerwehr gab es genug zu tun. In den Jahren 1928 und 1929 musste die Wehr zu vier Bränden ausrücken. Das 40 Jährige Gründungsfest feierte die Wehr am 1.9.1929 mit der Weihe einer neuen Motorspritze. An dieser Feierlichkeit nahmen 245 Mann teil. In diesen Jahren gab es mehrere Kommandantewechsel.

1939-1945

Mit dem Beginn des zweite Weltkrieges begann auch eine neue Organisationsweise bei den Feuerwehren. Mit dem 1. Oktober 1939 trat das deutsche Gesetz des Löschwesens in Kraft. Die von den Freiwilligen Feuerwehren gebildeten Vereine wurden aufgelöst. Der Feuerwehr wurden viele neue Aufgaben zugewiesen z.B.: Luftschutz. Die Auswirkungen des 2. Weltkrieges zeigten sich immer stärker. Immer mehr Feuerwehrmänner mussten den Wehrdienst leisten. Als Ersatz wurden Hitler-Jugend Mitglieder und Frauen zu Feuerwehrmänner ausgebildet. Die Feuerwehrübungen blieben aber trotzdem nicht aus und die Feuerwehr wurde von der Bevölkerung gelobt. Am 8. Mai 1945 wurden der Ort St. Ruprecht mit der Stalinorgel beschossen und nach dem Beschuss hatte die Feuerwehr alle Hände voll damit zu tun die Brände zu löschen.

1949-1955

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges nahm die Feuerwehr wieder an Leistungsbewerben teil. Im Jahr 1949 war unsere Feuerwehr gleich bei 2 Großbränden innerhalb von 2 Monaten mit dabei. Im Jahr 1950 trat das neue Landesfeuerwehrgesetz in Kraft das den notwendigen gesetzlichen Rahmen die Tätigkeiten der modernen Feuerwehr regelt. Am 8.12.1951 wurde beschlossen in Kühwiesen einen Löschzug zu stationieren. Spontan meldeten sich 18 Männer die den Löschzug übernahmen. Zugführer war BM Karl Kohl. Mitgliederstand der FF St.Ruprecht/R.: 51 Aktive, 28 Reserve, 18 Mann Löschzug Kühwiesen. Im Jahr 1952 begann die Planung für ein neues Rüsthaus, da die Ausrüstung immer mehr zunahm. Im Jahr 1953 wurde ein LKW angekauft der anschließend zu einem Rüstfahrzeug umgebaut wurde. Es wurden auch noch zwei Krückenspritzen und ein Gebirgsaggregat angeschafft. Die Planung des neuen Rüsthauses ging voran und am 2.11.1955 begann der Bau des Rüsthauses. Rüsthausweihe war am 30.6.1957

1960-1971

Da die Fahrzeuge nicht mehr dem Standart entsprachen wurde um ein neues Rüstfahrzeug angesucht. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Gemeinde wurde ein Rüstwagen der Marke ,,Borgward" angeschafft und am 26.11.1961 in den Dienst gestellt. Das zweite Rüstfahrzeug wurde durch ein Kommandofahrzeug der Marke ,,VW" ausgetauscht. Zusätzlich wurde noch ein Katastrophenschutzanhänger angeschafft. Im Jahr 1967 wurde die F.u.B.-Bereitschaft (Feuer und Bergebereitschaft) ins Leben gerufen. In diesen Jahren erkannte man immer mehr das die Anzahl der Brände zurück ging dafür aber immer mehr technische Einsätze waren und deshalb wurden immer mehr Feuerwehrmänner an der Feuerwehrschule für technische Einsätze ausgebildet. Im Jahr 1968 gab es die erste Jugendgruppe bei der Feuerwehr St. Ruprecht. Ausbilder waren BM Johann Kovacic und HLM Dieter Schirmer. Im gleichen Jahr wurde auch die Funksirenenalamierung eingeführt. Ab diesen Tag konnte von der Bezirksfeuerwehrzentrale in Weiz jede Feuerwehr im Bezirk alarmiert werden.

1972-1982

Im Jahr 1972 musste die Feuerwehr zu 5 Hochwassereinsätzen ausrücken. Im Jahr 1974 wurde eine neue Tragkraftspritze (VW) angeschafft. Im Jahr 1977 wurden drei Atemschutzgeräte angeschafft. Mehrere Kameraden besuchten den Atemschutzgeräteträger-Lehrgang an der Feuerwehrschule. Durch die Ansiedlung mehrerer großer Firmen wurden die Anforderungen die an unsere Wehr gestellt wurden immer größer. Am 15.Juli 1978 wurde ein neues Fahrzeug in den Dienst gestellt. Ein Ford Transit Mannschaftswagen (MTF). Anlässlich unserer 90 Jahre Feier am 16. und 17 Juli 1979 wurde ein Bezirksfeuerwehrtag mit Leistungsbewerb abgehalten. Am 27. Juli 1985 war es endlich soweit. Die Feuerwehr St. Ruprecht bekam ihr erstes TLF-A 2000 (Tanklöschfahrzeug). Durch jahrelange Bemühungen unseres damaligen Feuerwehrarztes Dr. Tschojer ist es uns gelungen ein neues Rüstfahrzeug (KRF-B) aufgebaut auf einen VW LT45 anzuschaffen. Im Jahr 1989 war der Zubau des Rüsthauses abgeschlossen.

Wenn in diesem Chronik Auszug auch nur kurz die Entwicklung der Feuerwehr beschrieben wird so kann man sagen das unsere Wehr heute nicht bestehen würde wenn die tapferen Männer und Frauen unsere Wehr nicht so gut erhalten hätten.

 

GOTT ZUR EHR, DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR


 

 

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